Maxon CINEMA 4D

 


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MAXON CINEMA 4D

Quelle: wikipedia.org das Onlinelexikon


Cinema 4D

CINEMA 4D ist eine 3D-Grafik-Software der Firma Maxon zum Erstellen von 3D-Modellen, Texturen, Computergrafiken und Animationen. Cinema 4D wird nicht nur für TV-Werbungen und im privaten Bereich eingesetzt, sondern auch für Filme (Vergleichbar mit Autodesk Maya).


Geschichte

Die Ursprünge von CINEMA 4D reichen ins Jahr 1989 und auf das Programm FastRay zurück, einer Software für den Commodore Amiga. Dabei gab es zunächst noch keine grafische Benutzeroberfläche. Die zu berechnenden Szenen wurden aus Textdateien eingelesen.

Zwei Jahre später wurde FastRay in der Version 1.0 veröffentlicht. Damit gab es eine grafische Oberfläche, genannt FRED für FastRay Editor, aber noch keine 3D-Editoransicht. Im Jahr 1993 ging aus diesem Projekt CINEMA 4D 1.0 für den Amiga hervor.

Im Jahr 1995 wurde CINEMA 4D vom Amiga auf Windows und Mac OS portiert, da Commodore 1994 Konkurs anmeldete und damit die Zukunft des Amiga ungewiss war. Der ursprüngliche Programmcode war in Modula-2 geschrieben. Für die Portierung entschied man sich mangels anderer Compiler für C++.

Im Jahr 1997 erschien CINEMA 4D 4.0 und damit auch die letzte Amiga-Version. Danach wurde nur noch für Windows und Macintosh entwickelt. Mit dieser Version wurde der Objekt-Manager, als Kernstück der Benutzerschnittstelle zur Manipulation der Objekte einer Szene, eingeführt.

CINEMA 4D wird auch außerhalb Deutschlands vermarktet (wie beispielsweise in den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und Japan) und ist mittlerweile im privaten wie im professionellen Bereich verbreitet. Über die Jahre entstand um CINEMA 4D eine große Online-Community.

Cinema 4D wurde in den letzten Jahren auch verstärkt in der Architekturvisualisierung eingesetzt. Als Stärken gelten die leichte Handhabung und die übersichtliche Menüstruktur.


Aktuelle Version

 

Die aktuelle Version ist Version 18.

Einige wichtige Funktionen:

  • Node-basiertes visuelles „Scripting“ mit dem Programmmodul XPresso
  • Kaustik-Berechnung
  • N-Gons: Polygone mit mehr als vier Kanten
  • Cloth Simulation: dynamische Textilanimation
  • Subpolygon Displacement: Ersetzung von Polygonen nach automatischer Unterteilung
  • Unterstützung von Mehrprozessorsysteme beim Rendern von Einzelbildern und beim Rendern von Animationen in einem Netzwerk
  • Komplexe Physik-Engine Dynamics (CINEMA 4D R12)
  • Indirekte Beleuchtung für realitätsnahe Lichtverteilung
  • Werkzeuge für Character animation, u.a. einen Auto-Rigger
  • Sculpting

CINEMA 4D ist für Windows und Mac OS X verfügbar. Seit CINEMA 4D R15 werden nur noch aktuelle 64 Bit Betriebssysteme unterstützt. Eine Linux-Version ist nicht frei erhältlich, sie steht lediglich wenigen Studios, die mit MAXON eng zusammenarbeiten, zur Verfügung. CINEMA 4D läuft jedoch problemlos unter Wine.

Generell ist der Quellcode von CINEMA 4D zu über 90 % plattformunabhängig. Dies hat dazu geführt, dass Anpassungen an neue Technologien (64 Bit, Intel-basierter Mac, 64 Bit COCOA Support) sehr schnell durchgeführt werden konnten. Gleichzeitig ist diese Tatsache für das sehr einheitliche Erscheinungsbild von CINEMA 4D auf den unterschiedlichen Plattformen verantwortlich. Um die plattformunabhängige Programmierung zu vereinfachen, arbeitet der integrierte Modeller in einer OpenGL-Umgebung.

Ein kostenloses Software Development Kit (SDK) ermöglicht es Anwendern, in C++ Erweiterungen für CINEMA 4D zu entwickeln. Außerdem wird die proprietäre Skriptsprache C.O.F.F.E.E. unterstützt, die ähnlich C++ und Java ist. Seit der Version R12 ist zudem die Scriptsprache Python enthalten, die das Entwickeln von Plug-Ins und Skripten in einer standardisierten Sprache ermöglicht, und somit auch die Portierung von Skripten aus anderen Python-kompatiblen Anwendungen vereinfacht.


Module

 

Seit R12 gibt es statt der Module nur noch die Pakete Prime, Studio, Broadcast und Visualize und BodyPaint 3D.

Bis CINEMA 4D R11.5 waren folgende Module erhältlich:

  • Advanced Render: Globale Beleuchtung, HDRI, Radiosity, Kaustiken, Ambient Occlusion
  • BodyPaint 3D: Unwrappen und Freihandzeichnen auf UVW-Meshes.
  • Dynamics: Simulation von „soft body“- und „rigid body“-Körperdynamik
  • HAIR: erstellt Haare, Fell, Federn, Grasflächen, etc.
  • MOCCA: Figuren-Animation, sowie halbautomatische Animation von Stoffen und Kleidung
  • MoGraph: Klonen von Objekten und Spline-Animation
  • NET Render: Vernetzt Computer über ein TCP/IP-Netzwerk zu einer Renderfarm
  • PyroCluster: Simulation von Rauch und Feuereffekten (seit R10 im Modul Advanced Render)
  • Sketch and Toon: Werkzeuge für Cel Shading, Cartoons und Technische Zeichnungen
  • Thinking Particles: Erweitertes Partikelsystem, das auf Nodes/Knoten basiert

Entwicklungsgeschichte

1990: Christian und Philip Losch gewinnen mit ihrem selbstentwickelten Raytracer den monatlichen Programmierwettbewerb der Zeitschrift Kickstart.

1991: FastRay für den Amiga

1993: CINEMA 4D V1 für den Amiga

1994: CINEMA 4D V2 für den Amiga

1995: CINEMA 4D V3 für den Amiga: Ein neues Entwicklerteam begann mit der Neuentwicklung mit dem Ziel der Plattformunabhängigkeit.

1996: CINEMA 4D V4 für Amiga, Windows, Windows NT Alpha und Mac OS - dies war die erste Multiprozessor-Version.

1997: Die Entwicklung einer Produktionsversion für Studios begann und führte zur Freigabe von CINEMA 4D XL V5.

1998: CINEMA 4D SE V5

1999: CINEMA 4D GO V5 mit CINEMA 4D NET

2000: CINEMA 4D XL V6: BodyPaint 3D wurde als Zusatzmodul für CINEMA 4D und als eigenständiges Programm zur Ergänzung anderer 3D-Lösungen verfügbar.

2001: CINEMA 4D ART: Das PyroCluster-Modul wurde vorgestellt. MAXON integrierte die Shader-Sammlung Smells like Almonds des Herstellers bhodiNUT. Das Dynamics-Modul wurde vorgestellt.

2002: CINEMA 4D R8 führte die Module Advanced Render, PyroCluster, MOCCA und Thinking Particles ein.

2003: CINEMA 4D R8.5: Das Sketch and Toon-Modul wurde vorgestellt.

2004: CINEMA 4D R9

2005: CINEMA 4D R9.5: Das Hair-Modul wird vorgestellt.

2006: CINEMA 4D R9.6 und MoGraph wurden freigegeben.

2006: CINEMA 4D R10: BodyPaint wurde in das Hauptprogramm integriert. Mocca 3 enthält Joints statt Bones sowie eine Muskelsimulation. Das Modul PyroCluster ist im Modul Advanced Render enthalten.

2007: CINEMA 4D R10.5: Die Verbesserungen konzentrieren sich auf den Bereich Character Animation und Workflow/Produktions-Pipeline.

2008: CINEMA 4D R11: Die Verbesserungen bestehen in der neuen Unterstützung nicht-linearer Animation, einer verbesserten Render-Engine (Advanced Render mit neuer Global Illumination), sowie 64-Bit-Unterstützung unter MacOS X.

2009: CINEMA 4D R11.5: Der Bildmanager wurde komplett überarbeitet, das PNG-Format wird nun nativ ohne Quicktime unterstützt. MoGraph wurde durch eigene Dynamics ergänzt die auf der Bullet Engine basieren. Das Rendering wurde von Linien auf Buckets umgestellt. Renderinstanzen wurden eingeführt. Unter Windows wird Quicktime jetzt auch für die 64 Bit Version von CINEMA 4D unterstützt.

2010: CINEMA 4D R12: Die Applikation wurde auf Double Precision umgestellt und echte Einheiten eingeführt. Dynamics wurde in Studio integriert und basiert jetzt auf der Bullet Physik Engine. Das Modulesystem wurde abgeschafft und es gibt nur noch die 5 Hauptpakete Prime, Visualize, Broadcast, Studio und BodyPaint 3D.

2011: CINEMA 4D R13: Ein neuer physikalischer Renderer wurde hinzugefügt, der echte 3D-Bewegungs- und Tiefenunschärfe sowie Linsenverzerrungen korrekt nachbilden kann. Das Subsurface Scattering zum Erzeugen transluzenter Materialien (z.B. Milch, Haut oder Wachs) wurde überarbeitet und erweitert. Kombination des Samplings für verschiedene Effekte wie Tiefen- und Bewegungsunschärfe, Flächenschatten, Ambient Occlusion und unscharfe Reflexionen und Transparenzen für schnellere Berechnung. Neuer Antialiasing Filter (Mitchell und Gauss).

2012: CINEMA 4D R14: Sculpting wurde neu eingeführt, der Funktionsumfang entspricht dem bekannter Sculpting Applikationen. Im Bereich Modelling wurden Hilfslinien hinzugefügt und das Snapping vollständig überarbeitet. Auch Workplanes wurden erneuert. Die Dynamics unterstützen jetzt auch aerodynamische Effekte. Unter OS X wird jetzt Open GL 3.2 unterstützt.

2013: CINEMA 4D R15:Sculping, Modellierung und GI verbessert, Erneuerung der Symbole.

2014: CINEMA 4D R16: Reflectance Channels, Motion Tracker und Poly Pen.

2015: CINEMA 4D R17: Verbesserter Motion Tracker, Verbessertes Modeling und Sculpting, Houdini Engine Integration

2016: CINEMA 4D R18: Voronoi Fracturing, Neue Messer-Werkzeuge, Object Tracker

 


 

Quelle: wikipedia.org das Onlinelexikon



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